Pressespiegel
 

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Mit jeder Kurve wächst die Freude

Bergpreis-Veranstaltung fasziniert Motorsportfans aus der Region –
Familien machen Ausflug an die Strecke

presse 22 07 13Kurz vor dem Hinderniss wird scharf gebremst, um im nächsten Augenblick wieder Gas geben zu können - Manfred Papa hier in seinem BMW 2002 Ti Alpina (Baujahr 84). Alles verlief ohne Zwischenfälle und Verletzungen. Nur eimal musste die Strecke kurz gesperrt werden. Ein Modellflugzeug landete knapp vor Boesseborn unfreiwillig auf der Strecke und Zersplitterte.
Fotos: Harald Iding

Kreis Höxter/Ottbergen (WB). Mehr als 30 Grad im Schatten, heißer Asphalt auf der Strecke zwischen Ottbergen und Bosseborn sowie Traumautos am laufenden Band: Den etwa 1500 Besuchern und Teilnehmern des dritten ADAC-Weser-Bergpreises bleibt die Erinnerung an ein himmelblaues Wochenende rund um den Motorsport.

Von Harald Iding

Im schwarzen Ford Puma sitzt Sabrina Jänecke aus Boffzen am Steuer, während sie auf das Startsignal wartet. »Ich liebe es, um die Kurven zu jagen und habe schon an vielen Slalom-Meisterschaften teilgenommen. In dem Augenblick, wenn es scharf um die Ecke geht und vielleicht andere Frauen aus Angst schreien würden – da fühle ich mich richtig wohl im Wagen«, gesteht die 32-jährige Motorsportlerin aus Leidenschaft. »Aber schrauben und tunen – das mache ich nicht. Das kann mein Freund viel besser. Ich gebe lieber Gas!«

Und da mussten sie und die anderen mehr als 70 Teilnehmer des Bergpreises allerdings genau aufpassen, das richtige Maß zu finden. Denn bei dem Wettbewerb auf der Landstraße 890 zwischen Ottbergen und Bosseborn steht die Gleichmäßigkeitsprüfung im Vordergrund. Peter Kowoll vom Automobil-Club Höxter und PeterRother für die Sport-Fahrer-Gemeinschaft Lippe (ebenfalls als Verein im ADAC) als Veranstaltergemeinschaft betonen, dass es genau diese Rahmenbedingung ist, die den Reiz ausmacht. Kowoll: »Auf der 3,3 Kilometer langen Strecke mit 15 Kurven und einem Höhenunterschied von 170 Metern müssen die Fahrer zum Beispiel die Zeit von 240 Sekunden genau einhalten. Je nach Abweichung platzieren sich die Teilnehmer. So hat es zum Beispiel Andreas Willeke aus Brakel mit seinem Opel Corsa a GSI, Baujahr 86, geschafft, in einem Lauf vor der eigentlichen Wertung nur 0,01 Sekunden vom Sollwert abzuweichen. Das ist weniger als ein Wimpernschlag und wirklich eine tolle Leistung!« Für den Fahrtleiter Wolfgang Rosteck aus Bielefeld und Peter Rother (Stellvertreter) aus Detmold zählt dieser Bergpreis zu den schönsten Veranstaltungen in der Region. »Mehr als 100 ehrenamtliche Helfer entlang der anspruchsvollen Strecke sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Hier passt alles zusammen. Die Fahrer sind sehr motiviert und auch die Fahrzeuge bieten jede Menge Abwechslung für die Zuschauer!«

Unter ihnen ist der 51-jährige Wolfgang Siebrecht aus Ottbergen gewesen. Mit seiner Ehefrau Karin (46) und den Nichten haben sie es sich in der ersten großen Kurve am Bergrand richtig gemütlich gemacht. »Wir genießen die Atmosphäre. Ich habe schon als Junge die damaligen Bergfahrten mit Begeisterung verfolgt. Dieses Revival ist klasse. Ich möchte den Veranstaltern danken, dass sie uns so viel Freude damit machen!«

presse 22 07 13bGroße Fans: Die Eindrücke vom Bergpreis hat der zehnjährige Fiete gleich als kleines Kunstwerk auf Papier festgehalten. Mit seinen Geschwistern Lasse (4) und Maria (6, rechts) sowie Onkel Wolfgang Siebrecht (51) und Tante Karin Siebrecht (46) genießt er die Aussicht.

presse 22 07 13cStarke Moderation: Richtig Ausdauer hat Kai Kruse bewiesen. Am Mikrofon hat er die Gäste über das Fahrerfeld informiert.

presse 22 07 13dKurz vor dem Start: Die 32-jährige Fahrerin Sabrina Jänecke (links) kann es kaum abwarten, in ihrem Wagen schnell um die Kurven zu fahren. Auch Stefanie Menne (26), die als Beifahrerin bei ihrem Freund mitfährt und Tipps gibt, mag die Spannung vor und während des Wettbewerbs.

© 2013 Westfalen-Blatt, Montag, 22. Juli 2013