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Ein Imageträger für die Kulturland-Region

Meierhof-Privatbrauerei in Ottbergen feiert ihr 25-jähriges Bestehen

presse 27 08 12Visionäre mit Weitblick: Braumeister und Geschäftsführer Christian Spalting (vorn knieend mit einer Meierhof-Geburtstagstorte) freut sich mit (v. l.) Brauer Thomas Gemmeke, Ortsausschussvorsitzendem Manfred Schelhorn, Gründer Wilhelm Cöppicus, Gründungsmitarbeiter Ernst Spieker, Gründer Friedhelm Spalting, Landrat Friedhelm Spieker und dem stellvertretenden Bürgermeister Georg Heiseke über das Betriebsjubiläum.
FOTO: BURKHARD BATTRAN

Ottbergen (bat). Die einen sprechen von ihr als jüngstem Traditionsbetrieb. Andere sagen, es sei der größte Kleinbetrieb der Region. Fakt ist, die Meierhof-Brauerei in Ottbergen ist die kleinste Privatbrauerei in der Weserbergland-Region-Lippe – aber sie hat einen großen Namen. Gefühlt ist sie immer schon da gewesen. Tatsächlich ist aber gerade erst 25 Jahre jung.

Das Jubiläum wurde gestern mit einem großen Brauereifest rund um das Brauhaus in der alten Scheune des historischen Wiemers-Meyerschen Hofes gefeiert. Schon früh am Vormittag war die Dorfgemeinschaftshalle zum Brauerfrühstück im KuStall mit über 300 Besuchern bestens gefüllt. Auch Höxters Landrat Friedhelm Spieker hat an den Feierlichkeiten teilgenommen.

„Ich bin gerne gekommen, den mit der Meierhof-Brauerei haben Visionäre mit Weitblick der Region ein großes Geschenk gemacht, dessen Wert im Laufe der Zeit immer mehr an Wert gewonnen hat“, sagte Landrat Spieker. Die qualitativ hochwertigen Produkte der Meierhof-Brauerei machten den Betrieb zu einem wichtigen Imageträger für die Kulturlandregion Kreis Höxter. Besondere Alleinstellungsmerkmale seien dabei, dass die Meierhof-Brauerei vor zehn Jahren das erste in Ostwestfalen gebraute Weizenbier auf den Markt gebracht hat und dass bei Meierhof seither konsequent auf Bioproduktion umgestellt worden ist. „Bei uns beginnt das Reinheitsgebot schon auf dem Acker. So erhalten wir unsere Braugerste aus der Region von der Erzeugergemeinschaft Bördeland und Diemeltal einem örtlichen Kooperationspartner für Bio-Landwirte“, erläutert der Senior-Geschäftsführer Friedhelm Spalting. Ein anderer wichtiger Aspekt, sei das gute Brauwasser, das in Ottbergen vorgefunden wird.

„Die Meierhof-Brauerei und der historische Wiemers-Meyersche Hof greifen wie ein gutes Räderwerk ineinander“, betonte der Ortsausschussvorsitzende Manfred Schelhorn. Er erinnert sich insbesondere auch an die ortspolitische Diskussion im Vorfeld der Betriebsgründung. „Es war das erste große Vorhaben in diesem ortsgeschichtlich sensiblen Areal und es war genau die richtige Entscheidung, die Brauerei in der hinteren Scheune anzusiedeln, um das große Wirtschaftsgebäude, wo wir jetzt zusammensitzen, als Dorfgemeinschaftshaus vorzuhalten“, erläuterte Schelhorn.

Heute braut Meierhof die Sorten Meierhof-Dunkel, Landbier Hell, das Meiererhof Hefe-Weizen und das Ottberger Pils. Einen besonderen Namen hat sich die Brauerei aber auch durch ihre speziell aufgelegten Festbiere erworben. Auch zum gestrigen Brauereifest hatte Braumeister Christian Spalting ein spezielles goldbraun schimmerndes Jubiläumsbier angesetzt, das nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich mit einem mild-würzigen Charakter überzeugte.

Der stellvertretende Höxteraner Bürgermeister Hans-Georg Heiseke wusste eine Anekdote zu erzählen, das es für die Stadt Höxter gewissermaßen zur Pflicht geworden ist, offizielle Gäste mit dem typischen Meierhof-Zweiliter-Krug zu beschenken. Heiseke: „Sonst würde man enttäuschte Gesichter erleben.“

Meierhof-Bier kriegt man nicht an jeder Ecke. Vor allem Wirte, die auf Bierkultur halten, schenken Meierhof aus. „Viele sind als Gesellschafter an der Brauerei beteiligt und halten uns seit frühesten Jahre die Treue“, betont Geschäftsführer Spalting. In 66 Betrieben mit Schwerpunkt im Kreis Höxter wird Meierhof ausgeschenkt. Welche das sind, steht auf der Meierhof-Homepage.

© 2012 Neue Westfälische, Montag, 27. August 2012